Gesundheit

Eine ehrliche Bestandsaufnahme: was die Forschung zu gesundheitlichen Effekten der E-Zigarette weiß, was sie nicht weiß, und was bei dem EVALI-Ausbruch 2019 wirklich passiert ist.

Was wir wissen

Was wir nicht wissen

EVALI 2019 — was das wirklich war

2019 erkrankten in den USA mehrere tausend Menschen an einer schweren Lungenerkrankung, die unter dem Akronym EVALI (E-cigarette or Vaping product Use-Associated Lung Injury) bekannt wurde. Über 60 Menschen starben.

In der Aufarbeitung durch die US-Gesundheitsbehörde CDC wurde klar:

EVALI war damit ein Marktversagen des US-Schwarzmarktes für THC-Produkte — und sagt wenig über die Sicherheit regulär verkaufter Nikotin-E-Liquids in Deutschland aus. Wer das Ereignis als Argument gegen E-Zigaretten heranzieht, vergleicht zwei sehr unterschiedliche Dinge.

Was Verbrennung und Verdampfung quantitativ unterscheiden

Aus Studien (u. a. Goniewicz et al., Stephens 2018):

Risiken, die bleiben

Schwangerschaft

Nikotin in jeder Form (Tabak, E-Zigarette, Pflaster) ist in der Schwangerschaft gesundheits­schädlich für den Fötus. Die BZgA und das RKI empfehlen vollständigen Verzicht. Wer in der Schwangerschaft nicht aufhören kann, sollte ärztliche Beratung suchen — die E-Zigarette ist im Vergleich zur Tabakzigarette wahrscheinlich weniger schädlich, aber kein empfohlener Weg.